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Bühne Mitte

Electric Love

  • Freitag
Es ist eng. Es ist laut. Aggression liegt in der Luft. So wie sich das für Punkrock gehört, wenn er wild übersteuert aus den Boxen quillt. Genauso wie bei Electric Love, den vier Schwarzkutten aus Stuttgart.
Das Female Fronted Trio aus Stuttgart macht keine Musik für Schöngeister; Electric Love langen hin und räumen ab. Nach ihrer Show ist alles gesagt, oder besser: gnadenlos hinausgebrüllt. Ab und zu wird auch mal engelsgleich daher geträllert. Einfach so. Mitten im Dunst aus Schweiß und Bier. Mitten drin im Akkord-Regen, der aus der Anlage prasselt. Voller Girlpower und so eindringlich wie es der Name ihres Albums "Heroine" erahnen lässt.

Alles stammt direkt aus den Händen der Drei - das Management ebenso wie die Musik selbst. Es sind Hände, die zupacken, die Instrumente malträtieren und ihnen nur das Gröbste und Derbste abringen. Und die dem Old-School-Punk mit Einflüssen aus Pop, Rock und Glam dennoch immer wieder erfrischend neue Wendungen entlocken. Einflüsse von Vorbildern wie Joan Jett, Distillers, Danko Jones oder Green Day sind zu hören, ja. Doch damit fühlt man sich schnell heimisch.

Ebens mitreißend wie ihr Album, ist die Liveshow von Electric Love. Dazu Frontfrau und Bassistin Denise Wilson: "Wir spielen mit Emotionen - unseren eigenen und denen unserer Fans. Mal sind wir fröhlich, mal rotzig und mal wütend. Und immer sind wir voll da."